Kriegstüchtig waren sie erwiesenermaßen, die 24 hohen Offiziere der Wehrmacht, die im 2. Weltkrieg, der ein verbrecherischer, völkermordender Angriffskrieg war, Hitler und seinem faschistischen Staat willig dienten. Jetzt wurden sie den Soldaten der Bundeswehr zu Vorbildern erklärt. Auf Vorschlag eines Generalleutnants und unter Kenntnisnahme des Generalinspekteurs. Dann gab es Proteste und die ganze Sache wurde außer Kraft gesetzt. Doch eine Absicht ist sichtbar: Die Umwertung der Vergangenheit im Dienste aktueller Ziele. Die Loslösung sogenannter „soldatischer Tugenden“ (effizientes Abschlachten von Menschen) von den verfolgten Zwecken. Der Historiker Neitzel räumt ein, dass diese Offiziere „nicht mit weißer Weste aus dem Krieg zurückgekommen“ seien. „Sie kannten den Krieg“, meint er. Als wären sie unbeteiligte Zuschauer mit etwas angeschmuddelter Uniform gewesen. Weiter Neitzel in der Süddeutschen Zeitung: „Wenn wir dem Bedürfnis nach Vorbildern mit Kampferfahrung entsprechen wollen, werden wir keine besseren Beispiele finden.“ Welche politische Grenze wird der Wille zur Kriegstüchtigkeit als nächstes überschreiten? Das Überqueren roter Linien ist ja nahezu Routine geworden.
Einmal mehr führt uns Scholz‘ Lithium-Deal mit der serbischen Regierung und dem Bergbaukonzern Rio Tinto das Elend der sogenannten Realpolitik vor. Der heutige Präsident Serbiens Vucic war Milosevics Propagandist, als der und seine Spießgesellen Karadzic und Mladic mittels „ethnischer Säuberungen“ zehntausende, beispielsweise in Srebrenica, umbringen und in Sarajevo die Sniper auf Frauen und Kinder schießen ließ. Egal, es geht um’s weiße Gold… So wird man noch im Nachhinein zum Komplizen und bereitet neuen Verbrechen den Boden.
Sachsens Ministerpräsident Kretschmar will eine „atmende Obergrenze“ von 60.000 Migranten pro Jahr. Und wenn den im Mittelmeer ertrinkenden Menschen die Luft ausgeht.